Was ist BWL ?
Was ist BWL / Betriebswirtschaftslehre?
Das Studienfach Wirtschaftswissenschaften teilt sich auf in zwei verschiedene Teilbereiche, die Makroökonomik und die Mikroökonomik. „Makro“ stammt aus dem Altgriechischen und steht für „groß“. Damit umschreibt sie das große Wirtschaftssystem, die Volkswirtschaft. „Mikro“ kennzeichnet das Gegenteil und steht für das kleine Wirtschaftssystem, den Einzelbetrieb. Während Volkswirte alles über Konjunkturzusammenhänge und Märkte wissen müssen, um Zyklen in einer Volkswirtschaft nicht nur erklären, sondern durch Beobachtung möglichst treffsicher prognostizieren zu können, bleibt der Einsatzbereich von Betriebswirten das Unternehmen an sich. Hier muss er wissen, wie das System „Unternehmen“ aufgebaut ist und funktioniert. Er muss den Markt kennen, auf dem sich das Unternehmen positioniert hat. Er muss Zusammenhänge von Entscheidungen und Auswirkungen in alle Unternehmensbereiche analysieren uvm.
Die Ausbildung zum Betriebswirt oder Kaufmann mit Diplom baut auf die Grundlagen der Betriebsführung auf und geht anschließend immer weiter ins Detail. Mathematisch- statistische Kenntnisse sind dafür unerlässlich. Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) als Studienfach muss selbstverständlich mit Nachbardisziplinen kooperieren, das es sich um eine fundierte Ausbildung in einem komplexen Bereich handelt, der nicht ohne Fachkenntnisse aus anderen Bereichen auskommt. So fungieren einmal die Mathematik, aber auch die Gesellschaftswissenschaften (Soziologie), die Individualwissenschaften (Psychologie), sowie die Systemtheorie, die sich mit der Balance von Systemen gleich welcher Art beschäftigt. Natürlich lässt sich auch auf die Philosophie zurückgreifen, vor allem wenn es um entscheidungstheoretische oder spieltheoretische Fragen geht. Betriebswirtschaftslehre erscheint auf den laienhaften Blick von außen als eine Ansammlung von Fachbegriffen aus dem weitverbreiteten Management-Vokabular. Tatsächlich ist BWL eine sehr in die Tiefe gehende wissenschaftliche Disziplin, die auf weitreichendste kaufmännische Kenntnisse aufbaut.
Nur wer die Zusammenhänge kennt und vor allem erkennen kann, kann sich in der Lage sehen, ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Wie wichtig richtige Unternehmensentscheidungen sind, erfährt der Außenstehende spätestens dann, wenn eine zu kurzfristig getroffene Entscheidung in eine Unternehmensinsolvenz führt und tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind. Betriebswirte tragen eine große Verantwortung.